Tagsüber wandern, abends offen — geht die Trennung wirklich oder verwischt sich das nach Tag drei?
Ich (38) und mein Mann (43) wollen mit nem befreundeten Pärchen aus Salzburg im Juni vier Tage Salzkammergut machen. Die Theorie: tagsüber sind wir vier Freunde, wir wandern, wir essen, wir reden über Bücher und Politik — alles nichts mit Sex. Abends nach dem Essen wird der Rahmen anders, vielleicht. Aber die Realität in meinem Kopf ist: wenn man weiss, dass abends Sex möglich ist, dann denkt man auch beim Wandern dran. Der Blick auf die andre Frau am Berg ist nicht mehr nur Freundin-Blick, sondern hat ne Schicht extra. Ist das überhaupt zu trennen, oder belügen wir uns wenn wir behaupten „tagsüber ganz normal''? Wie geht ihr damit um? Mich beschäftigt das echt, weil ich kein Doppelleben in der Hütte führen will.