Sie war krebskrank und wollte nochmal sechs Monate Lifestyle — wir sagten ja, war es richtig?
Vor zwei Jahren hat unsere langjährige Lifestyle-Freundin — Teil eines Pärchens aus Wien, mit denen wir uns seit Jahren regelmäßig getroffen haben — die Diagnose bekommen, weit fortgeschrittener Eierstockkrebs, sie hat sich gegen die intensive Chemo entschieden. Sie wollte sechs Monate volles Leben statt achtzehn Monate halbes Leben. Wir haben mit ihr und ihrem Mann lange geredet und sie hat uns gefragt ob wir in diesen sechs Monaten weiter mit ihnen sein wollen — also im Lifestyle, mit allem was dazugehört, solang ihr Körper mitmacht. Wir haben ja gesagt. Sie ist nach sieben Monaten gestorben, ruhig zuhause, ihr Mann war da, wir waren zwei Tage vorher noch zu Besuch. Heut, ein Jahr später, weiß ich immer noch nicht ob das richtig war. Es war wunderschön und es war zerreißend gleichzeitig. Hat jemand sowas erlebt und wie ordnet ihr es heut ein?