Zurück in der Heimatstadt nach 20 Jahren — und im einzigen Club sitzt mein alter Lateinlehrer mit seiner Frau
Ich (48) war seit 22 Jahren weg, mein Mann (50) hat hier nie gelebt, wir sind seit fünf Jahren im Lifestyle. Wir wollten endlich mal in den nächstgelegenen Pärchenclub, der ist ne knappe Stunde weg in nem Vorort von München. Wir fahren hin, vorsichtig optimistisch, normal angemeldet. Kommen rein, ziehen uns um, gehen in den Aufenthaltsbereich — und am gegenüberliegenden Tisch sitzt mein Lateinlehrer aus 1992. Heute mit Sicherheit Mitte 70. Er war damals 40, ich 17, er war beliebt und n bisschen ironisch. Neben ihm seine Frau, die ich auch erkenne weil sie damals im Sekretariat war. Sie haben mich nich erkannt — ich war 17, hatte lange schwarze Haare, sah komplett anders aus. Aber ich hab sie erkannt und mir war zehn Minuten lang übel. Wir sind dann an dem Abend dort geblieben, hatten n schönes Treffen mit nem anderen Paar, aber irgendwo im Kopf war die ganze Zeit "mein Lateinlehrer mit der Sekretärin im Pärchenclub". Wir wollen da wieder hin. Ist das normal dass kleine Städte solche Überschneidungen erzeugen? Wie lebt ihr damit?