Mitfreude klingt schön — bis sie vor mir passiert
Moin aus Eimsbüttel. Ich hab das Konzept Mitfreude verinnerlicht, dachte ich. In meinem Kopf war alles klar: wenn er Spaß hat, freu ich mich. Theorie war wasserdicht. Dann saß ich auf der Couch, hörte sie zusammen im Schlafzimmer und mein Bauch hat sich zusammengezogen wie ein nasser Lappen. Nicht laut, nicht dramatisch — einfach kalt. Hinterher hab ich gelächelt, gefragt wie es war, mich für ihn gefreut. Aber innen drin war es nicht echt, das wusste ich. Wie macht ihr das, diese Lücke zwischen Theorie und tatsächlichem Gefühl im Moment zu überbrücken? Ist das Übung, ist das Zeit, ist das einfach Reife die irgendwann kommt? Oder bleibt das immer ein bisschen so?