Ostern in Innsbruck bei meinen Eltern und i hab das Gefühl dass mi das Geheimnis erdrückt
I weiß ned wie i das in Worte fassen soll aber dieses Ostern war einfach zach. Wir san wie jedes Jahr nach Innsbruck zu meinen Eltern gfahrn, klassisches Familien-Programm — Karfreitag Fisch, Karsamstag Speisensegnung, Sonntag Eiersuchen im Garten mit den Nichten und Neffen, Montag Emmausgang. So weit so schön. Aber wir leben seit zweieinhalb Jahren einen offenen Lifestyle als Pärchen und keiner in meiner Familie weiß was. Mei Mama is sehr katholisch, mei Papa konservativ, mei Schwester wär wahrscheinlich verständnisvoll aber würd''s ned schaffen es zu verbergen. Und jedes Mal wenn wir bei den Eltern sind — und Ostern is ein langes Wochenende, vier Tage — fühl i mi wie a Schauspielerin in meinem eigenen Leben. Mei Mama hat am Karsamstag gsagt wie schön es is dass ihre Tochter so „brav und konventionell glücklich'' is, und i hab gnickt während innerlich gschrien hab. Mei Mann sieht das ned so eng, der is praktischer. Wie geht ihr mit dem Druck um über lange Familienwochenenden zu tarnen? Habt ihr das Gefühl dass es leichter wird mit der Zeit oder schwerer?