Sexualtherapeutin in Wiesbaden — ich begleite Pärchen in die Szene und bin selbst aktiv, ethisches Problem? Ich bin Sexualtherapeutin in eigener Praxis in Wiesbaden, ausgebildet bei einem renommierten Institut, mit Schwerpunkt Paartherapie. Mein Mann ist Unternehmer. Wir sind seit fünfzehn Jahren in der Szene aktiv und es ist ehrlich gesagt ein Teil meiner Erfahrungsbasis aus der ich auch beruflich schöpfe. Klienten kommen oft mit Fragen zur einvernehmlichen Nicht-Monogamie und ich kann sie qualifiziert begleiten weil ich es lebe. Aber: ich erwähne nie meine eigene Praxis (das wäre eine massive Grenzüberschreitung), und manchmal frage ich mich ob ich nicht trotzdem ethisch in einem heiklen Bereich bin. Konkret: ich besuche manchmal die gleichen Veranstaltungen wie meine Klienten könnten (gleicher Wiesbadener Salon zB). Wie macht ihr Sexualtherapeuten oder Psychologen das? Strikte Trennung Wohnort/Praxisort und Szene-Aktivität in einer anderen Stadt? Oder ist es OK weil wir Erwachsene sind und der professionelle Rahmen unverrückbar bleibt?